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Singapur / Malaysia / Kuala Lumpur / Reisen

‘Kein Flug mit Malaysian Airlines!’

Zur Shopping Exkursion nach NY? Vergiss es!

Drei Tage Singapur waren eine Reise wert, aber dann war das auch genug. Oder besser das Geld reichte nicht mehr weiter.
Wir hatten nicht vor, lange in Malaysia zu bleiben, unterwegs erzählten uns allerdings andere Reisende, dass es sich lohne. Hitze um die 40 °C und 100 % Luftfeuchtigkeit waren uns eigentlich nach zwei Monaten Bali mit denselben klimatischen Begebenheiten zu viel. Aber, na ja!

Ein anderes beunruhigendes Problem waren die Meldungen der Airlines in Asien, die anscheinend jeden als Piloten fliegen lassen oder ihre Flugzeuge nicht ausreichend warteten. Zu viele touch downs! Wir entschieden uns für die Weiterreise nach Thailand für den Zug: 3. Klasse, natürlich. Das war kaum eine finanzielle Entscheidung, denn selbst die 1. Klasse war mit unter 20 € für 1.000 Kilometer spotbillig. Der Grund war eher, weil wir näher an der Bevölkerung sein wollten und die Landschaft bewundern konnten.
Bei der Ausreise von Singapur nach Malaysia ließ man uns mit ca. 300 Menschen eingeschlossen in der glühenden Hitze vor der Passkontrolle mit null Information stundenlang stehen. Die Formalitäten waren dann eher kurz und schmerzlos. Die Zufahrt nach Kuala Lumpur war leider eine Enttäuschung.
Von Singapur bis Kuala Lumpur gab es entlang der gesamten Strecke nur und ausschließlich Ölpalmen zu sehen! Ausschließlich! Für 1.000 Kilometer! Was die Menschen anging, die allesamt die typische, asiatische Freundlichkeit und Gelassenheit ausstrahlten und selbstverständlich auch auslebten, so hatte anscheinend jeder zweite Tuberkulose oder eine Erkältung, wie schon vom Auswärtigen Amt vorgewarnt. Fazit der Zugreise: Das war wohl nix und hoffentlich war das keine Offene Tuberkulose…, die ist ansteckend.

Nach elf Stunden mit auswurfhustenden Menschen im überfüllten Zug erreichten wir Kuala Lumpur und schleppten uns die 300 Meter zum wohlweislich vorgebuchten Hotel, nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt. Das Hotel wurde überwiegend von Nepalesen bewacht, Gastarbeitern also. Das lag daran, dass das Hotel die 1. Klasse war, davor bewegte sich die 3. Welt. Wohlgemerkt in Down Town von Kuala Lumpur der Hauptstadt von Malaysia. So ist es auch nicht verwunderlich, dass jede Menge Warnungen bezüglich Raub, Diebstahl und sogar Überfälle im Hotel aushingen.
Im Hotel Zimmer beispielsweise noch zusätzlich: „Immer Tür verriegeln und die Kette vor legen!“
Nachts sollte man Ausflüge unterlassen und möglichst das Hotelzimmer nicht mehr verlassen. Nah, toll.
Wir wollten uns aber auf jeden Fall die Twin Towers anschauen und die darin befindliche Shopping Mall.
Okay, gegen diese Mall war die 5th Avenue in New York eher etwas für Arme. Man musste hier wieder nur kofferweise Geld besitzen und natürlich Sklaven wie die chinesischen Frauen, die zentnerweise einkauften und dies von unterwürfigen Begleitern schleppen ließen. Manche ließen sich von Zweitsklaven ununterbrochen Luft mit einem Fächer zuwedeln. Kommunismus eben!
Die Hitze war schwer zu ertragen. 45 °C, 100 % Luftfeuchtigkeit und gelber Smog, kein Himmel und keine Sonne in Sicht. Kein Wunder, dass hier jeder hustete und den Auswurf auf die Straße rotzte (das war in Singapur verboten). In der Straßenbahn fiel uns immer wieder auf, dass sich diverse Fahrgäste eine Minze ähnliche Paste in die Nase reiben oder mit Sprühfläschchen versuchen sich Luft zu verschafften, um überhaupt noch Luft zu bekommen.

Eigentlich, – unser australisches Lieblingswort –,wollten wir nach drei Tagen weiter zu unserem work and travel-Domizil Koh Samui, Thailand, dessen Ankunftstermin schon fest gebucht war, aber plötzlich gab es einen religiösen, moslemischen Feiertag und so war der nächste freie Platz im Zug zur thailändischen Grenze erst in drei weiteren Tagen möglich. Das Fliegen mit Malaysian Air konnten wir uns gerade noch verkneifen, andere offensichtlich auch, denn es waren massig Plätze frei.

Wir erlebten dann eben unseren verlängerten Kuala Lumpur in der 3. Welt mit hervorragendem Essen, ohne überfallen worden zu sein oder ähnlichem Übel. War doch top sicher hier, was ham die alle nur? Alles war entspannt, billig und klasse. Wir klapperten die Sehenswürdigkeiten ab, neue Sportkleidung und Schuhe zu günstigen Preisen konnten wir in den Towers schießen, aber nur die klimatisierten Malls waren eine Erholung. Draußen war es kaum auszuhalten.
Eindeutig beunruhigend waren nur die ständigen Gebetsaufrufe der Muezzin, aber war eher eine persönliche Macke von mir…

 

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