Reisen
Outdoor & Survival

 

Thailand / Koh Samui / Reisen

‘Bombenleger Land’

Täglicher Kampf mit dem Beschiss

Auch wir wollten endlich mal das ach so hoch gelobte Land Asiens kennenlernen, und ließen uns auf einen weiteren abenteuerlichen Trip via Zug von Singapur nach Thailand, Koh Samui ein. Vorweggenommen, es hat sich absolut gelohnt und ist echt empfehlenswert (die Zugfahrt meine ich). Nur Zeit, die sollte man mitbringen. Nach unserem unfreiwilligen, längeren Aufenthalt in Kuala Lumpur ging es mit dem Nachtzug Richtung Hat Yai, Thailand.
Von Hat Yai, nach Surat Thani, dann via Taxi und Fähre nach Koh Samui. Ein Land, eine Insel wo wieder alles anders ist, Hochspannungsleitungen hangeln sich und hängen tief, sehr tief, wirr und in geballter, tonnenschwerer Masse über den Straßen. Ein Land, wo das Essen in den Restaurants für die Touristen um das zehnfache teurer ist. Dabei sind doch die kleinen Straßenläden und fahrenden Händler weitaus günstiger und nicht gerade unbequemer zu erreichen. Es ist einmal mehr originales und traditionelles thailändisches Essen.

Doch das Paradies sieht für uns anders aus. Noch die Reisekatalogbilder und die vielen Backpacker Tipps vor Augen: kristallklares, erfrischendes Meer sieht anders aus. Wenn morgens der Wind ungünstig stand hatte man schon einen fetten stinkenden Schaumkuchen aus Fäkalien vor der Tür. Wärme und Abwässer machten das Badevergnügen nicht zu unseren Top 10, dachten wir doch schon schlecht von Bali, wo das Meer eine Kloake war.
Und so begann es sich über unseren Aufenthalt hindurch zu ziehen, egal ob man dem Hotelpersonal, dem Geldwechsler, Taxi bzw. Busfahrer oder dem Personal im Lebensmittelladen gegenüberstand, man hatte immer zu spüren bekommen unwillkommen zu sein. (100% Gegenteil von Bali und asiatischer vorhererlebter Freundlichkeit). Absoluter Rekord, ein kompletter Gelwechsel in einer Bank ohne ein einziges Wort meines Gegenübers: kein hello zur Begrüßung, kein Vorzählen des Betrags und kein thank you und good by zum Abschluss. ICH (Katrin) WAR PERPLEX!

Eine normale Fahrt in einem Taxi Bus lag bei ca. 20-30 Baht/Pers., doch dem Tourist wird um die 300 (600) Baht abverlangt. Nachdem wir erst mit der Polizei drohen mussten, ließ man uns den normal Preis unter großem Gezeter bezahlen – 20 Baht. Und zu guter Letzt: es verging kein Tag, kein Einkauf, wo man sich auf die Endsumme verlassen konnte … Das alles zusammen, die unangenehme Hitze, die hohe Luftfeuchtigkeit und die vielen Straßenköter mal ausgenommen, ließen keine Entspannung zu.

Das Überqueren der Straße wurde zu einem Überlebenstest (eine Französin vor unserem Hotel versagte und wurde totgefahren), nicht wegen des hohen Verkehrsaufkommens, sondern wegen der sehr aggressiven, ungeduldigen und schnellen Fahrweise der Autofahrer.

Fazit für uns, es gibt Schöneres und Plätze, wo man vielleicht willkommener ist! Sollen sich doch die Backpacker aller Welt dort tummeln, wir nicht mehr!
(Ich weiß schon, warum ich dort nie hin wollte! Ach ja, beim thailändischen Silvester ging in der Nähe unseres Hotels auf Koh Samui eine Bombe los. Die Speed Boat und Busfahrt nach Bangkok lohnte sich, um 1.000 km Thailand zu entdecken… Das reichte! Als wir endlich aus Bangkok [Würg! Kotz!] verschwinden konnten, explodierte dort auch in der Nähe unseres Hotels eine Bombe. WIR hatten damit nix zu tun, ehrlich! Detlev)

 

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